Wildgans-Qigong

Wildgans-Qigong entstammt der Kunlun-Schule des Qigong und gehört zu den traditionellen dao­istischen Übungssystemen. Diese Schule war ursprünglich in der Provinz Sichuan angesiedelt. Als berühmtester Praktizierender gilt Dao An, der Wildgans-Qigong in der Jin-Dynastie (265–420 n. Chr.) verbreitete. Er wird oft als System-Gründer angeführt.

Später gelangte Wildgans-Qigong nach Nord-China und wurde in den daoistischen Klöstern in Wutai Shan unter der Leitung von Wan Yi konserviert.
In der Qing-Dynastie (1644–1912 n. Chr.) verbreitete sich Wildgans-Qigong in ganz China. In vielen größeren Städten – so auch in Peking und Xian – gibt es Tempel und Pagoden für die Wildgans.

  

Charakteristika des Wildgans-Qi­gong 

 

Ein Ablauf von 64 Figuren mit weich fließenden Übergängen kombiniert ruhige Sequenzen mit dynamischen Abfolgen und Schritten.

Die Sequenz zielt vor allem auf die Funktionskreise Niere und Milz ab. Sie dient seit alters her der Lebenspflege, wird aber auch im Medizinischen Qigong eingesetzt. Es handelt sich um einen äußerst abwechslungsreichen, teilweise auch anspruchsvollen Ablauf.

Manche Dehnübungen erinnern an die acht Brokate, es finden sich reinigende, harmonisierende und aufnehmende Übungen sowie ruhige, meditative Sequenzen. In einigen Bewegungen wird die Verwandtschaft zum Kranich-Qigong oder eine Ähnlichkeit mit den Seidenübungen deutlich. Dazwischen sind sowohl Standübungen wie auch Lockerungsübungen eingestreut. Die Arbeit mit Meridianen und Energiezentren spielt ebenso eine Rolle wie die Aktivierung von inneren Organen – mit Schwerpunkt bei den Nieren.

Die Wildgans ist dabei ein Symbol für Lebendigkeit, Langlebigkeit, Kraft, Ausdauer und Anmut.

 

Die Übungen sind somit bestens für engagierte Einsteiger geeignet. Sie erhalten nicht nur einen wunderbaren Überblick über die Welt des Qigong, sondern profitieren auch von den unterschiedlichen Wirkungen der einzelnen Figuren.

Ein wenig Ausdauer ist beim Lernen gefragt, wenn es gilt, sich 64 Bewegungsbilder zu merken. Inklusive der passenden Atmung und der Wirkung auf das Qi ergibt sich dadurch ein hervorragendes Training für Gedächtnis und Gehirn – ein sensomotorisches Lernen mit allen Sinnen.

Wie so oft im Qigong, entfalten die Übungen Ihre optimale Wirkung, wenn Sie keinen Gedanken mehr an den Bewegungsablauf verwenden müssen.

Die Atmung führt in diesem Fall die Bewegung, und Sie haben Kapazitäten frei, um der Arbeit mit dem Qi mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

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Inhaltsverzeichnis

 

Qigong

Die fünf Regulationendes Qigong.. 16

 Die Lage von wichtigen Energiezentren und Akupunkturpunkten.. 25

Yin und Yang. 29

Allgemeines zum Wildgans-Qigong. 33

. 33Die Regulation des Qi im Wildgans-Qigong. 35

. 40

Die Wandlungsphase Wasser. 42

. 45

Vorübungen.. 47

.. 50

Hinweise zur Übungspraxis. 51

Wildgans-Qigong in 64 Bewegungsbildern.. 52

.. 116

Häufige Fehler und Hinweise zur Übungspraxis. 117

Schlussbemerkungen.. 119

Bibliographie. 121I

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